ARCHITEKTUR

SOS Brutalismus: Rettet die Betonmonster

Geliebt oder gehasst: Die wiederentdeckte brutalistische Architektur lässt niemanden kalt. Ab 9.11.2017 zeigt das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt die erste internationale Überblicksausstellung zur Architektur des Brutalismus. Sie beleuchtet die architektonische und die gesellschaftliche Relevanz der Projekte. Über viele Jahrzehnte wurden die Bauten des Brutalismus als Bausünden verunglimpft, dem Verfall preisgegeben oder abgerissen. Mit der weltweiten Online-Initiative SOS Brutalismus, die mittlerweile über 1000 Gebäude in einer Datenbank versammelt (www.SOSBrutalism.org), wurde auch ein großes Ausstellungsprojekt im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt angestoßen. Die aus der globalen Plattform hervorgegangene Ausstellung bietet erstmals eine weltweite Zusammenschau brutalistischer Bauten, die zwischen 1953 und 1979 auf allen Kontinenten entstanden. Welche gesellschaftlichen Entwicklungen, welche architektonischen und politischen Ideen bilden den Kontext dieses internationalen Phänomens? Die Ausstellung geht aber auch der Frage nach, wie Brutalismus überhaupt definiert werden kann und behandelt mögliche Strategien der denkmalgerechten Sanierung.

Beispielhafte Abbildungen zu ‘Brutalismus-Bauten’:

#SOSBRUTALIMUS – Wirsing-Gebäude jetzt Teil der Roten Listen

Vor Kurzem wurde das Wirsing-Gebäude in die internationale Rote Liste zur Rettung von Exponenten der Brutalismus-Architektur aufgenommen. Lesen Sie dazu mehr unter:
http://www.sosbrutalism.org/cms/18741290

Literatur-Empfehlung zur Brutalismus-Architektur:

>> Finding Brutalismus

Eine fotografische Bestandsaufnahme britischer Nachkriegsarchitektur. In Zusammenarbeit mit dem Museum im Bellpark, Kriens Simon Phipps, Kate Macintosh, Stephen Parnell, Catherine Ince, Owen Hatherley Hrsg.: Museum im Bellpark, Kriens; Hilar Stadler, Andreas Hertach 2017 Park Books ISBN 978-3-03860-064-0